Sonntag, 7. April 2013

Alte Liebschaften werden neu entdeckt: Laugenstangen



Laugenstangen

Das hier ist ein gaaaaaaanz altes Rezept von mir. Ihr werdet es vielleicht an der Schreibweise der Zubereitung erkennen. Damals hatte ich noch den Traum ein Kochbuch zu schreiben (diesen Traum verwirkliche ich mir übrigens in gewisser Weise mit diesem Blog). Wie ihr seht, hat das aber nicht geklappt. Kommt auch selten vor, dass ein 10-jähriges Mädchen ein Buch veröffentlicht ;-)
So, jetzt will ich aber nicht mehr über unerfüllte Träume und altersheimreife Rezepte schreiben, sondern über die allerbesten, selbst gemachten Laugenstangen (ihr könnt daraus natürlich auch noch jede Menge andere Gebäck formen).
Dieses herzhafte Gebäck war das erste Rezept, welches ich in der Küche meiner Eltern ausprobierte (damals natürlich noch mit Hilfe). Ihr wollt nicht sehen, wie die Küche danach glänzte. Mittlerweile klappt das Backen aber schon recht gut, und die Küche erinnert auch nicht mehr an ein Schlachtfeld (großer Hustenanfall). Eigentlich ist es wirklich ganz einfach und das Ergebnis ist, ich will jetzt nicht übertreiben, BRILLIANT ;-)
Also: Wagt es, ab in die Küche!
Ps.: Ich hab´jetzt auch eine Facebook- Seite, und weiß aber leider nicht, wie ich die hier mit dem Blog verlinken soll. Hat da jemand von euch Ahnung???? Es wäre echt toll, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Und: Die Seite darf GERNE geliked werden ;-) Ich würde mich freuen!

Für 24 Stangen braucht ihr:
1 kg Weizenmehl
260 ml Wasser
260 ml Milch
150 g Butter oder Margarine
1 Pck. Hefe, frisch, 42 g
2 TL Salz
1 ½ l Wasser
3 EL Natron

Zubereitung:
Das Mehl in eine große Rührschüssel sieben und das Salz darunter mischen. Anschließend das Wasser erhitzen, darin die Butter schlmelzen, kalte Milch dazugeben und warten, bis die Mischung lauwarm ist. Dann die Hefe darin auflösen und das Ganze zum Mehl schütten. Alles zu einem Teig verarbeiten und diesen dann abdecken und ca. 45 Minuten bis zum doppelten Volumen gehen lassen. Teig auf die Arbeitsplatte geben und zu einer Rolle formen, 24 Stücke abstechen.
Inzwischen das Wasser für die Lauge in einem großen Topf zum Kochen bringen, das Natron dazugeben (Vorsicht: schäumt leicht auf).
Nun die Portionsstücke länglich auswellen und zu einer Stange aufrollen. Die fertigen Stangen in die leicht kochende Lauge legen und herausnehmen, sobald sie oben schwimmen (dauert nicht lange). Die fertigen Stangen auf Backbleche legen (nicht zu dicht, sie gehen noch ein wenig auf). Diese nun ca. 1 cm tief einschneiden und mit Salz oder Käse bestreuen.
Die Bleche im vorgeheizten Backofen bei 160° C Heißluft ca. 25 Minuten backen und zum Auskühlen auf ein Gitter legen.
Varianten: Wiener, Käse oder Schinkenwürfel einwickeln
  

Samstag, 6. April 2013

"Flitterwochen-Gemüsecurry" nach LEON


„Flitterwochen-Gemüsecurry“ nach LEON

So, erst mal zur Beruhigung: Ich habe natürlich nicht geheiratet. Wen auch? –Selbst Pasta kommt nicht Infrage, da ich ihre sozialen Kompetenzen noch nicht richtig einschätzen kann… Aber vielleicht klappt es ja bald mit ihr: C&P in Love… (Bist du verrückt?- Jaaaaaaa!!!!, auf jeden Fall!).
Aber Schluss damit. Heute gibt es weder eine Heirat, noch eine Pasta, sondern mein allererstes Curry ohne Curry.
Huch? Hä?- Ok, die IST verrückt!
Nein, ist sie nicht! Denn: ich hab einfach nach Rezept gekocht. Ha ha. Ausgetrickst!
Jedenfalls, um endlich mal auf den Punkt zu kommen, habe ich etwas aus meinem neuen Kochbuch LEON ausprobieren wollen.
Sehr kreativ, sehr englisch, sehr gut!
Ich bin aber auch wirklich eine. Im Buchladen lass ich alles stehen und liegen und renn´ erstmal zu der Kochecke: Sehe das Buch, verliebe mich, und will es zurückstellen und es mir zum Geburtstag wünschen. Denkste!
Nächster Buchladen, ab in die Kochecke, Buch in die Hand und ab zur Kasse. Tja, das war wohl nichts… Aber es gibt ja immer noch das Backbuch ;-)
So, jetzt aber wirklich zum Rezept. Flitterwochen-Gemüsecurry.
Ich habe noch nie Curry gekocht, aber wollte es unbedingt mal ausprobieren.
Gesagt getan schau ich auf die Zutatenliste und suchen nach dem Curry. Nichts!- Auch gut. Dafür steht Kurkuma drauf. Na schön, von mir aus.
Alles eingekauft (ich habe das allererste mal Kokosmilch gekauft, davor habe ich diese Frucht gehasst) und ab in die Küche… Kochen, Kochen, kochen… Probieren… Am Liebsten alles wegschmeißen wollen…!
Ahhhh… warum das?- Es war einfach zu wenig gewürzt! Also ne Ladung Salz ranschmeißen und noch einmal probieren- …LECKERSCHMECKERSCHMAUS



Zutaten für zwei Personen:
2 Zucchini
1  (große) Möhre
1 Aubergine
¼ Zwiebel
Chiliflocken
100ml Kokosmilch
½ TL Kurkuma
Zitronensaft
Salz und Pfeffer
200ml Wasser

Zubereitung:
Alles Gemüse waschen. Die Zucchini in Scheiben schneiden, die Möhre schälen und in Stifte
zerteilen (schneiden geht natürlich auch, ich vermied das Wort nur, weil es sich sonst wiederholt hätte ;-) ) und die Aubergine würfeln.
Die Zwiebel hacken und zur Kokosmilch geben.
Den Kurkuma in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten (lass dich nicht verunsichern, Pulver KANN man halt nicht so gut anrösten) und dann das Gemüse (ohne Zwiebel) und das Wasser hinzugeben. Zum Kochen bringen, runterschalten und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Zwischendurch das Umrühren aber nicht vergessen, da nicht alles Gemüse vollständig mit Wasser bedeckt ist.
Anschließend die Milch in die Pfanne geben, würzen und noch etwa 5 Minuten garen. Mit Zitronensaft auf Reis servieren- FERTIG!!!


Mittwoch, 3. April 2013

Bookshelf: get cooking- Sam Stern


Get cooking-Sam Stern (Bookshelf)
Die Bilder sind selbstgemacht, da ich nicht weiß,
wie das mit dem Daten/ bzw. Urheberrechtsschutz
ist... Ist es in Ordnung, wenn ich diese Bilder ins
Netz stelle? Ich würde mich über eine Antwort
freuen... 


Ok, Leute. Heute veröffentliche ich mein erstes Bookshelf. Das heißt, ich stelle euch eines meiner liebsten Kochbücher vor und ihr werdet hoffentlich sehen, warum ich es so sehr liebe.
So…, dann fang´ich jetzt wohl mal an….               

Das Buch, welches ich euch hier heute vorstellen möchte, heißt get cooking und ist von Sam Stern, einem noch relativ jungen und unbekannten Koch aus Großbritannien.
Es ist sein drittes Werk, aber leider das einzige, was ich besitze.
Get cooking ist ein rundum Kochbuch. Das heißt, dass es sich nicht auf einzelne Zutaten, Jahreszeiten, Anlässe oder Zubereitungsarten spezialisiert hat, sondern das von (fast) jedem etwas dabei ist.
In diesem „Werk“ kocht Sam Stern für seine Freunde, die jeweils eine Zutat oder Zutatengruppe lieben.
So gibt es insgesamt acht Kapitel:
Pasta
Käse
Tomaten
Gemüse
Fleisch
Kartoffeln
Schokolade
und Süßes


Fotos sind zahlreich vertreten und sprechen mich an (das heißt, dass ich immer Hunger bekomme, wenn ich mir das Buch anschaue). Auf ihnen sieht man nicht das fertige Essen, mit allen möglichen Mitteln und möglichst unreal  präsentiert, sondern einfach schönes Essen für Normalsterbliche, dass auch wirklich SO aussehen kann und dennoch etwas besonderes ist. Außerdem wird das Ganze aufgelockert, weil auf vielen Bildern auch Sam und seine Freunde zu sehen sind.

Es befinden sich zwar keine Step by Step Pics zur Anleitung, aber das ist auch gar nicht nötig, weil die Rezepte nämlich super beschrieben wurden. Alles ist einfach und auch für Anfänger verständlich erklärt.
Das Buch ist schön übersichtlich gestaltet, sodass höchstens zwei Rezepte auf einer Doppelseite Platz finden. Dazu gibt es eben noch die schönen, großen Bilder.

So, jetzt aber zum Wichtigsten- die Rezepte:

Obwohl es so vielfältige „Rezeptkategorien“ gibt, merkt man doch schnell, dass es sich um einen uk-Koch handelt. So gibt es im Käse Kapitel z.B. Käse-Pizza-Pastete und Yorkshire-Pudding.
Trotzdem finde ich die Rezeptauswahl mehr als gelungen und kreativ. Das merkt man auch schon an den Rezeptnamen, die nicht einfach nur kopiert wurden.
Die Vielfältigkeit der auserwählten Speisen reicht von selbst gemachtem Frischkäse über Schokoladenkuchen, Süßkartoffel-Gnocchi, Schweinebraten mit Äpfeln und Spaghetti mit Öl, Knoblauch und Chili bis hin zu Landbrot und Tomaten-Knobi Suppe. LECKER!!
Die Zubereitung der Speisen wurde sehr genau und gut verständlich beschrieben.
Nach meinen Erfahrungen mit diesem Buch, lassen sich die Rezepte auch umsetzen und schmecken einfach genial. So habe ich beispielsweise schon das hier und das hier ausprobiert und alle waren hellauf begeistert (na ja, wenn einer kein Gemüse mag, mag er halt kein Gemüse, aber ich meine ja so im Allgemeinem).


OK…,damit ich euch nicht alles verrate, also auch noch genug Spannung da ist, wenn ihr euch selber das Buch anschaut (macht es, es lohnt sich wirklich!!!), höre ich jetzt besser mal auf, sonst verhungere ich gleich noch.
Ich werde nun in die Küche gehen und mir die leckeren Spaghetti mit Öl, Knoblauch und Chili kochen… *Platz da, Küche frei!* *Ich komme!*…
Also: Für heute war´s das, aber es gibt bald neues von mir. VERSPROCHEN!!!

Dienstag, 2. April 2013

Have a break, Have a Baiser-Torte mit Zitronencreme


Baiser-Torte mit Zitronencreme

So, heute kommt erst einmal das letzte Rezept der Kuchen und Torten Backorgie von Ostern.


Die Torte muss richtig gut gekühlt werden, sonst zerläufts wie hier ;-)




Jetzt habe ich mich durchgeackert und bin zufrieden.
Morgen geht es dann mit dem herzhaften Gebäck weiter: Laugenstangen…
…Aber immer schön im Hier und Jetzt bleiben. Wie gesagt, heute gibt es vorerst das Letzte Tortenrezept (das Vorerst wird aber sicher nicht lange anhalten): Baiser-Torte mit Zitronencreme.
Ich habe festgestellt das diese Torte ein perfekter Nachtisch für eine wuchtige Buttercremetorte ist.
Wie ich das angestellt habe?- Fragt besser nicht nach!
Die Torte ist herrlich frisch und fruchtig- halt ein perfekter Kontrast zum süßen und schweren Geschmack der anderen Torte.
Aber überzeugt euch doch einfach selbst!
Ps.: Der Bäcker war diesmal übrigens meine allerliebste Tante ;-)

Zutaten:
Für den Teig:
4 Eigelbe
125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Für den Baiser:
4 Eiweiße
200g Zucker
100g gehobelte Mandeln
Für die Creme:
125ml Wasser
100g Zucker
Saft von 3 Zitronen
2 gehäufte TL Speisestärke
500ml Sahne

Zubereitung:
Die Zutaten für den Teig miteinander vermischen und dann in zwei Teile teilen.
In zwei Springformen geben (oder warten und nacheinander backen).
Für den Baiser die Eiweiße steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen. Die gehobelten Mandeln unterheben.
Den fertigen Baiser auf den Teig in die Springform geben und beide Böden bei 170-180° C ca. 25 Minuten abbacken. Einen der Böden in 14-16 Tortenstücke (für den Deckel) teilen und dann zur Seite legen.
Für die Zitronencreme das Wasser, den Zucker, den Saft der Zitronen und die Speisestärke in einem Topf erhitzen und kurz aufkochen lassen. Die Creme dann auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen und die Creme unterziehen. Diese dann zwischen die Böden geben und die Torte eventuell mit Zitronenscheiben verzieren- FERTIG!!!


Montag, 1. April 2013

Gestreifter Käsekuchen



Gestreifter Käsekuchen

Ich habe definitiv viel zu viele Kuchen und Torten in den letzten Tagen gegessen.
Jeden Tag gab es mindestens zwei verschiedene Sorten, die man einfach probieren MUSSTE.
Ein absolutes Highlight war der gestreifte Käsekuchen.
Leicht zu machen, richtig lecker und super Optik!!!
Mehr muss ich nicht sagen, oder?



Zutaten:
250g aufgetaute Himbeeren
300g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
350g Zucker
3 EL Wasser
6 Eier
125g kalte Butter
125g Margarine
750g Magerquark
4 EL Speisestärke

Zubereitung:
Die aufgetauten Himbeeren pürieren und durch ein Sieb „jagen“.
Mehl, Backpulver, Salz, 100 g Zucker, 1 Ei, die kalte Butter und 3 EL Wasser zu einem Mürbteig verkneten. Den Teig ausrollen und eine gefettete und bemehlte Springform (26 cm Durchmesser) damit auslegen (oder einfach mit den Handflächen in die Form drücken).


Die Margarine und 250 g Zucker cremig rühren, die Eier einzeln unterrühren und dann den Quark und 2 EL Stärke hinzufügen. 1/3 der Quarkmasse in eine separate Schüssel geben und mit 2 EL Stärke und dem Himbeerpüree glatt rühren.
In die Mitte des Teigbodens 4 EL der weißen Creme geben und darauf dann 3 EL der Himbeercreme schichten (nicht glatt streichen, der Teig verläuft von alleine). Vorgang wiederholen, bis die Quarkmassen aufgebraucht sind. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170° C auf der 2. Schiene von unten ca. 50-60 Min. backen.- FERTIG!
Ich hatte ja schon angegündigt, dass die Bilder nicht ganz so toll werden... mehr konnte ich
einfach nicht retten ;-(



Der ultimative Kuchenbäckertipp:
Nach 25 Min. den Rand des Käsekuchens (zwischen Teig und Quarkmasse) mit einem Messer vorsichtig einschneiden, damit die Quarkcreme beim Kühlen nicht einreißt.